Die Ordnungspartner*innen berichten regelmäßig über aktuelle Verkehrsthemen, Veranstaltungen und Maßnahmen

Sicher mit dem Pedelec in den Frühling starten

Der Frühling nimmt langsam Fahrt auf und bietet so ideale Bedingungen für schöne Radtouren durchs Münsterland. Virenfrei und mit Abstand sind die kleinen Entdeckungsreisen quer durch unsere radfreundliche Region bei sportlichen Frischluftfans und Familien beliebt und begehrt. Immer mehr Leezen-Ausflügler steigen inzwischen um auf Pedelecs und nutzen die Unterstützung aus dem Akku, um auch größere Routen bequem meistern zu können. Vor der ersten Ausfahrt nach der Winterpause rät die münstersche Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention zum gründlichen Check des Pedelecs. Der „kleine TÜV daheim“ ist in der Regel schnell gemacht und erhöht die Freude am Fahren.

Reflektoren, angebracht entweder am Mantel des Reifens oder an den Speichen, erhöhen den Erkennungswert bei Dunkelheit, das Licht sollte funktionieren, Reifen dürfen nicht porös sein und müssen den richtigen Druck haben. Auch die Kette sollte geölt und gespannt sein. Das System und die Software des Elektrorades müssen auf ihre einwandfreien Funktionen hin überprüft werden, zur Not hilft ein Update der Technik beim Händler des Vertrauens. Auch wenn kleine Reparaturen selbst erledigt werden können, sollte man bei größeren Problemen beispielsweise an der Bremsanlage lieber eine Fachwerkstatt aufsuchen, rät die Ordnungspartnerschaft.

Der Akku sollte vor dem Start in den Frühling möglichst bei Raumtemperatur geladen werden. Nimmt die Leistung nach der Winterruhe schon bei den ersten Ausfahrten deutlich ab, sollte auch hier ein Experte die Leistung checken. Um wieder das richtige und sichere Fahrgefühl bekommen zu können, empfehlen die Unfallexperten kleinere Übungen. Kurvenfahrten und eine Tour durch einen selbst aufgebauten Slalom-Parcours helfen, wieder das nötige Vertrauen und die Sicherheit in die eigene Leeze auch in Gefahrensituationen zu bekommen. In der Praxis kommt es immer wieder zu Situationen, in denen man plötzlich anhalten oder ausweichen muss. Mit etwas Training ist der Fahrer in solch brenzligen Situationen einfach besser gewappnet.  Mit Kreide und kleinen Hindernissen wie Handschuhen oder Hütchen lässt sich so ein Parcours leicht aufbauen. Geübt werden sollte unbedingt auch die Notbremsung, da mit dem Pedelec sehr schnell hohe Geschwindigkeiten erreicht werden können. Ratschlag der Experten: sich langsam wieder an Tempo und Bremskraft herantasten. Bei den ersten Fahrten sollte man „mit gebremstem Schaum“ radeln und eine geringere Unterstützungsstufe wählen. Man wird dann nicht ungewollt zu schnell und das minimiert auch die Gefahr von Stürzen oder gar Unfällen.

Rücksicht auf Radler, die langsamer unterwegs sind, sollte ebenso selbstverständlich sein wie die Aufmerksamkeit gegenüber Fußgängern. Wenn man mit dem schnelleren Rad gefahrlos überholen kann, kann man das mit einem kurzen Klingelzeichen ankündigen. Besonders bei der Begegnung mit Kindern und älteren Radlern ist Vorsicht geboten, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Wichtig ist schließlich auch der Helm, nur so lassen sich bei Unfällen schwere Kopfverletzungen vermeiden.

Die Ordnungspartnerschaft: „Wenn alle Rücksicht nehmen, steht einer unbeschwerten und angenehmen Tour mit dem Pedelec nichts mehr im Wege!“

Foto: Stadt Münster/Peter Leßmann

Die Verkehrswacht Münster e. V. informiert:

Starker Anstieg bei den Pedelec-Unfällen!

Am 10. März wurde durch Polizeipräsident Falk Schnabel die Verkehrsunfallstatistik  für Münster vorgestellt und die Entwicklungen im sicherlich auch aus statistischer Sicht außergewöhnlichen Jahr 2020 erläutert.

Zur Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik soll ein Schwerpunkt auf das Thema Pedelec im Münsteraner Radverkehr gelegt werden. Dazu zählt auch ein Jahres-Projekt der Ordnungspartnerschaft „Sicher durch Münster“ zu diesem Thema. Teil der Ordnungspartnerschaft ist die Verkehrswacht Münster, die in diesem Zusammenhang ihren Pedelec-Simulator präsentierte, der im Training für den sicheren Umgang mit dem modernen Verkehrsmittel eingesetzt wird.

Hier finden Sie die vollständige Unfallstatistik 2020 für die Stadt Münster:

https://muenster.polizei.nrw/sites/default/files/2021-03/VU_Statistik_2020.pdf

v. l. n. r.: Polizeipräsident Falk Schnabel; Christoph Becker (Verkehrswacht Münster)

Der Corona-Pandemie geschuldet, werden zu Beginn der Pedelec-Saison erstmalig in Nordrhein-Westfalen Vorträge und Kurse der Verkehrswacht Münster online angeboten:

Pedelec-Kurse (Web-Seminare)

Montag,                              12. April 2021    10.00 Uhr

Dienstag,                            13. April 2021    15.00 Uhr

Diese Kurse finden online statt. Max. Teilnehmerzahl: 12

 

Vorträge „sicherMobil“ mit Pedelec und Fahrrad (Web-Vorträge)

Montag,                              22. März 2021   10.00 Uhr

Dienstag,                            23. März 2021   15.00 Uhr

Mittwoch,                           24. März 2021   14.30 Uhr (Bennohaus Münster)

Diese Vorträge finden online statt. Max. Teilnehmerzahl: 12

Pedelec-Kurse (Präsenz-Veranstaltungen)

Montag,                              26. April 2021    9.30 Uhr              (Kurs 1)

Donnerstag,                       29. April 2021    14.30 Uhr            (Kurs 1)

Montag,                              3.Mai 2021          14.30 Uhr            (Kurs 2)

Die Kurse 1 finden in der Jugendverkehrsschule am Heumannsweg 129 statt. Der Kurs 2 startet und endet am Schlossplatz.

Weitere Informationen zu den Kursen und Vorträgen unter:

https://verkehrswacht-muenster.de/kursangebote/pedelec-kurse/

https://verkehrswacht-muenster.de/aktivitaeten/verkehrsaufklaerung/

Alle Kurse und Vorträge sind kostenfrei!

Anmeldungen per Mail an info@verkehrswacht-ms.de

Der ADFC Kreisverband Münsterland e. V. informiert:

Der ADFC besucht Polizeipräsident Falk Schnabel – Gemeinsamer Einsatz für sicheren Radverkehr in Münster

In einem Thema herrschte Einigkeit beim ersten Treffen des ersten Vorsitzenden des ADFC Kreisverband Münsterland e. V., Manfred Döpper, mit Polizeipräsident Falk Schnabel und seinem Team der Verkehrsunfallbekämpfung im Polizeipräsidium: Gemeinsam will man daran arbeiten, Münsters Radverkehr sicherer zu machen. Polizei und ADFC engagieren sich bereits seit Jahren zusammen in der Ordnungspartnerschaft „Sicher durch Münster“ mit vielen weiteren Verantwortungsträgern für die Sicherheit des Straßenverkehrs. Manfred Döpper und Polizeipräsident Falk Schnabel, beide frisch seit 2020 im Amt, freuten sich umso mehr über das persönliche Kennenlernen und fassten gleich einen Entschluss: Eine gemeinsame Radtour durch Münster, um sich einen persönlichen Eindruck von Gefahrenstellen und Brennpunkten des Radverkehrs zu verschaffen.

v.l.n.r.: Elmar Post, Hans-Günter Ockenfels, Katrin Goldschmidt, Falk Schnabel, Thorsten Knölke, Manfred Döpper (Vorstand ADFC), Andre Niewöhner

Die Verkehrswacht Münster e.V. informiert:

Die Gefahr des „Toten Winkels“

Präventionsprojekte auch in der Corona Zeit wichtiger denn je!

Abbiegeunfälle sind in der Fahrradstadt Münster nach wie vor eine Hauptunfallursache.

Allein in den vergangenen drei Jahren ereigneten sich 38 „Toter Winkel“ – Unfälle bei denen fast jedes Mal Radfahrer oder Fußgänger teilweise schwer verletzt wurden.

Mit einer neuen Charge von Aufklebern sollen Halter von LKW akquiriert werden, ihre Fahrzeuge mit der DIN A 4 großen Hinweistafel auszustatten. Aber auch bereits vorhandene und verblasste Aufkleber können erneuert werden.

„Die Verkehrswacht möchte die Zeit nutzen, in der die Radfahrtrainings in den Grundschulen der Corona Pandemie zum Opfer fallen und die Jugendverkehrsschule geschlossen ist, Kombis und LKWs auf Münsters Straßen mit den neuen Aufklebern zu bestücken“, so der Geschäftsführer Christoph Becker.

Die ersten Aufkleber für die gesamte Fahrzeugflotte des DHL-Paketdienstes in Münster wurden in diesen Tagen an der Zustellbasis Münster-Nord durch deren Fuhrparkleiter Rolf Scheunemann und den Geschäftsführer der Verkehrswacht Münster, Christoph Becker angebracht.

„Mit der Aktion möchten wir vor allem die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer schützen und auf das eingeschränkte Sichtfeld der Bus- und LKW-Fahrer hinweisen“, erläutert Christoph Becker die Wichtigkeit dieses Projektes.

Die Aufkleber wurden gemeinsam von der Ordnungspartnerschaft „Sicher durch Münster“ und der Verkehrswacht Münster beschafft.

Interessierten Speditionen und Logistikunternehmen können Aufkleber hier anfordern:

info@verkehrswacht-ms.de oder hamberger-rossol@stadt-muenster.de

Die ersten Aufkleber für die gesamte Fahrzeugflotte des DHL-Paketdienstes in Münster wurden in diesen Tagen an der Zustellbasis Münster-Nord durch deren Fuhrparkleiter Rolf Scheunemann und den Geschäftsführer der Verkehrswacht Münster, Christoph Becker angebracht. Foto: Verkehrswacht Münster