Die Ordnungspartner*innen berichten regelmäßig über aktuelle Verkehrsthemen, Veranstaltungen und Maßnahmen

Neues aus dem Bereich Verkehr

Newsletter der Verkehrswacht Münster

Ein digitaler Führerschein in Österreich, interessante neue Regeln für E-Scooter in Italien und Ablenkung beim Pedelec-Fahren sind nur einige Themen, von denen die Verkehrswacht Münster in Ihrer neusten Ausgabe von „INFORMATIV“ berichtet.

https://verkehrswacht-muenster.de/informativ/

Foto: Verkehrswacht Münster

Kein Guckloch – bitte!

Vereistes Auto, schlechte Sicht – Verkehrswacht und DEKRA mahnen

Die ersten nächtlichen Minustemperaturen stellen in diesen Tagen viele Münsteraner wieder vor die Frage: Was kann ich tun, um das Auto eisfrei zu bekommen? Reicht das berüchtigte „Guckloch“?
Um das Auto im Winter in einen verkehrssicheren Zustand zu bringen, müssen Scheiben, die Beleuchtungseinrichtungen und Seitenspiegel frei von Schnee und Eis sein. „Wer nur das berüchtigte „Guckloch“ freikratzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit die, solange nichts passiert, mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden kann“, erklärt Christoph Becker, von der Verkehrswacht Münster. „Fahrzeugführer sollten durch alle Scheiben freie Sicht haben“. Die Einschränkung des Sichtfeldes kann dazu führen, dass Gefahrensituationen deutlich später erkannt werden und sich dadurch die Reaktionszeit und der Anhalteweg um ein vielfaches erhöht. „Wird bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h ein querender Radfahrer nur zwei Sekunden später erkannt, hat dies zur Folge, dass er mit ungebremster Geschwindigkeit erfasst wird“, mahnt Ludger Bolke, Niederlassungsleiter der DEKRA Münster. „Wer keine Garage hat oder das Auto nicht unterstellen kann und die Scheiben sind vereist, muss wohl oder übel auf den altbewährten Eiskratzer zurückgreifen. Oder man schützt die Scheibe bequem am Vorabend durch eine Abdeckung mit speziellen Thermomatten oder einer Pappe“, empfiehlt Christoph Becker. Vom Enteisen mit heißem Wasser wird gewarnt. Die Scheiben könnten aufgrund der Kälte gleich wieder gefrieren und durch den Temperaturunterschied reißen. Nicht erlaubt ist, den Motor zum Abtauen der Scheiben laufen zu lassen.

Nur ein Guckloch in der Windschutzscheibe reicht nicht. Wer nicht gründlich kratzt, riskiert ein Bußgeld.

Foto: Verkehrswacht Münster

Provinzial Versicherung:

Das E-Bike richtig absichern – Welche Versicherung vor den finanziellen Folgen eines Diebstahls schützt.

E-Bikes sind zurzeit voll im Trend. 2020 wurden 43,3 % mehr E-Bikes verkauft als noch im Jahr zuvor. Denn immer häufiger steigen Radfahrer auf Räder mit Motorunterstützung um. Bereits 70% der E-Bike-Besitzer haben eine Versicherung gegen Diebstahl, denn Elektroräder sind oft teurer als normale Fahrräder und eine lohnende Beute für Diebe. Gerade deshalb ist es wichtig, einen guten Versicherungsschutz für sein E-Bike abzuschließen. Um im Notfall nicht auf den finanziellen Folgen eines Diebstahls sitzen zu bleiben, gibt es mehrere Versicherungsoptionen.

Absicherung über die Hausratversicherung

Fahrräder und auch E-Bikes gelten (ohne Versicherungskennzeichen) als Hausratgegenstand und sind gegen Einbruchdiebstahl generell über die Hausratversicherung abgesichert. Das gilt jedoch nur für den Diebstahl aus der verschlossenen Wohnung, dem abgeschlossenen Fahrradkeller oder anderen verschlossenen Räumen. Gegen den einfachen Diebstahl außerhalb verschlossener Räume benötigt man einen Zusatzschutz, den man im Rahmen der Hausratversicherung abschließen kann. In einigen Hausratversicherungen sind nur Fahrräder bis zu einer festen Summe mitversichert. Hier lohnt sich ein genauerer Blick auf den Versicherungsvertrag und Anpassung dieser Summe auf den Wert des Fahrrades. Des Weiteren beinhalten einige Versicherungen eine sogenannte „Nachtklausel“, die besagt, dass das Fahrrad zwischen 22 und 6 Uhr nur in einem Gebäude versichert ist. Wenn das Fahrrad in dieser Zeit nicht im Gebrauch ist. Gute Versicherungen verzichten auf die Nachtklausel und das Rad ist somit rund um die Uhr abgesichert. Eine kurze Prüfung des Vertrags kann dem Rad-Besitzer böse Überraschungen ersparen.

Kfz-Teilkasko- und Haftpflichtversicherung für Elektroräder mit Versicherungskennzeichen

Die nicht mehr als Elektrofahrräder geltenden E-Bikes, die Geschwindigkeiten bis zu 45 Stundenkilometern erreichen können, sind hingegen nicht mehr über die Hausratversicherung versicherbar. Laut Gesetz ist hier eine Kfz-Haftpflichtversicherung Pflicht. Damit das Fahrrad aber auch vor Diebstahl gesichert ist, muss zusätzlich eine Kfz-Teilkaskoversicherung abgeschlossen werden.

Separate Fahrradversicherung

Eine weitere Möglichkeit sein E-Bike vor Diebstahl abzusichern, ist der Abschluss einer sogenannten „Fahrrad“- oder „E-Bike-Versicherung“. Der Versicherungsschutz geht oft über die Leistungen der Hausratversicherung gegen Diebstahl hinaus. Sie bietet in der Regel höhere Versicherungssummen und einen breiteren Deckungsumfang. Zudem beinhaltet eine Fahrradversicherung auch die Leistungsübernahme bei Beschädigungen und Verschleiß sowie einem Rundum-Schutzbrief. Dieser beinhaltet nicht nur eine Pannenhilfe vor Ort und eine Kostenübernahme für einen Fahrrad-Rücktransport, sondern auch die Bereitstellung eines Leih- oder Ersatzfahrrads.

Generell gilt: je hochwertiger das Rad, desto höher sollte auch der Versicherungsschutz sein. Dementsprechend ist das finanzielle Risiko bei einem Diebstahl bei teuren und neuen E-Bikes am höchsten. Aber auch hier gibt es einiges zu beachten: zum Beispiel muss ein Fahrrad immer mit einem Schloss gesichert sein, ansonsten zahlt die Versicherung nicht. Dies gilt im Übrigen auch für die Absicherung über die Hausratversicherung. Einige Versicherer haben sogar vertraglich geregelt, dass ein Zahlenschloss hier nicht ausreichend ist. Hier lohnt sich ein prüfender Blick in den Versicherungsvertrag.

Damit es gar nicht so weit kommt, nimmt man am besten den Akku mit, wenn man sein Rad abstellt. Der ist zwar oft nicht ganz leicht, aber so wird das Rad unattraktiver für Langfinger. Das macht bei Hitze oder starker Kälte gleich doppelt Sinn, denn der Akku sowie der Bordcomputer sollte keinen extremen Temperaturen ausgesetzt werden.

Foto: Roger Richter /Westend 61

Polizeihauptkommissar Marc Belusa, Polizeipräsidium Münster und DVR-Trainer Volker Pellmann, Verkehrswacht Münster e.V. geben Tipps:

Sicherheit für Bikerinnen und Biker verschenken !

Die Motorradsaison 2021 ist zu Ende. Kein Grund trübsinnig zu werden, steht doch die Saison 2022 fast schon wieder vor der Tür. Kurz noch Silvester und Karneval feiern und schon sind die Saisonkennzeichen wieder gültig und schon kommt die Sonne wieder höher und die Straßen werden wieder salzfrei.

Nachdem die Mopeds in den wohlverdienten Winterschlag geschickt wurden (vgl.  https://www.landesverkehrswacht-nrw.de/lokale-news/ ) könnte man gerade zu den bevorstehenden Weihnachtstagen an die eigene Sicherheit denken. Oder warum nicht auch SICHERHEIT VERSCHENKEN?! Ein Fahrertraining vor der Haustür für Bikerinnen und Biker zum Saisonbeginn!!

Die Verkehrswacht Münster e.V. und die Polizei Münster empfehlen nicht nur den Technikcheck beim Motorrad, sondern auch ein persönliches Update und Training direkt zum Saisonbeginn. Hierzu bietet das Institut für Zweiradsicherheit e.V. (ifz) ein Suchportal über Anbieter, Termine und Themen an:  https://www.ifz.de/training/termine-ifz-intern/ .

Für Münster und das Umfeld ist hier die Verkehrswacht Münster e.V. zu finden, die zum Saisonbeginn 2022 entsprechende Trainingskurse unter dem Titel `47,5-plus` anbietet. Unter https://verkehrswacht-muenster.de/kursangebote/475-2/ findet Ihr Informationen und Trainingstermine.

Aufmerksam möchten wir in diesem Zusammenhang auch schon auf den Verkehrssicherheitstag in Münster am Samstag, 26.03.2022 machen. Neben zahlreichen Informationsständen rund um die allgemeine Verkehrssicherheit in und um Münster geht es hier auch um die der Motorradfahrenden. Die Trainer der Verkehrswacht und die Polizei NRW sowie die Ordnungspartner der Stadt Münster stehen in der Jugendverkehrsschule (Heumannnsweg 129, 48155 Münster) allen interessierten zur Verfügung. Also Termin 26.03.2022 vormerken!!

Unsere 3. von 3 Veröffentlichungen zum Thema `Fahrerschutzbekleidung` und `Fahrerassistenzsysteme beim Motorrad` folgt voraussichtlich im Februar 2022.

Habt eine gute Zeit, bis bald

Eure Verkehrswacht Münster e.V. und Eure Polizei Münster

DVR-Trainer Volker Pellmann, Verkehrswacht Münster e.V.  und Polizeihauptkommissar Marc Belusa, Polizeipräsidium Münster.                                                                                                                                                             Foto:  VW Münster

Verkehrswacht Münster – Mehr Sicherheit für Rad fahrende Kinder durch Speichenreflektoren

Sehen und vor allem gesehen werden ist in der dunklen Jahreszeit das A und O für jeden Radfahrer. Dafür sorgen in der Regel Scheinwerfer, Schlussleuchte und Reflektoren am Fahrrad. Für eine noch bessere Sichtbarkeit stellt das Land NRW einem großen Teil der Dritt- und Viertklässler Speichenreflektoren zur Verfügung. Über die Verkehrswacht Münster werden diese in der kommenden Woche an die Grundschulen verteilt, um 1000 Kinderfahrräder mit den reflektierenden Speichenreflektoren auszustatten. Damit sind die Kinder auf ihren Rädern noch besser im Straßenverkehr sichtbar. Ab einer Entfernung von über 100 Metern sind die Reflektoren bei Scheinwerferlicht zu sehen. Als Autofahrer habe ich bei dieser Entfernung also genügend Zeit, mich auf den Radfahrer auf der Straße einzustellen. Unter anderem ist es wichtig, den gesetzlich vorgeschriebenen Abstand zum Fahrrad zu wahren. Der liegt bei 1,50 Meter Innerorts und 2 Meter Außerorts.

Wir appellieren in diesem Zusammenhang an alle Verkehrsteilnehmenden sich der dunklen Jahreszeit anzupassen.  Autofahrer sollten umsichtig fahren und überprüfen, ob ihre Beleuchtungsanlage einwandfrei funktioniert. Fußgänger sollten in der Dunkelheit helle, im besten Falle reflektierende Kleidung tragen. In schwarzer Kleidung ist man im Scheinwerferlicht erst ab 25 Metern zu sehen, in heller Kleidung etwa zwischen 40 und 80 Metern. Idealerweise tragen Fußgänger reflektierende Materialien, die sind im Scheinwerferlicht – wie die Speichenreflektoren auch – schon in einer Entfernung von etwa 100 Metern zu sehen.

Foto:  VMS-Verkehrswacht Medien & Service

Verkehrswacht und Ordnungspartnerschaft starten bewährte Präventionskampagne neu!

 Standorte werden gesucht!

„Nur bei Grün – den Kindern ein Vorbild“  lautet das Motto auf den Hinweistafeln im Bereich von Verkehrsampeln, mit dem an die jugendlichen und erwachsenen Fußgänger appelliert werden soll, den jüngsten Verkehrsteilnehmern mit gutem Beispiel voran zu gehen und sich an jeder Ampel vorschriftsmäßig zu verhalten.

Oftmals missachten Jugendliche und Erwachsene das Rotlicht als Warteanordnung an Überwegen und Kreuzungen mit Lichtsignalanlagen und werden somit zum schlechten Vorbild für Kinder. Gerade dieses regelkonforme Verhalten bei Rotlicht an Ampelanlagen ist aber enorm wichtig, um bei Kindern auch den richtigen Nachahmungseffekt zu setzen.

Jeder Erwachsene sollte sich daher bewusst sein, dass er Vorbild ist – für richtiges und falsches Verhalten. Erwachsene müssen auch wissen, dass eine Straße aus der Perspektive eines Kindes ganz anders aussieht als aus ihrer Augenhöhe. Das Gesichtsfeld eines Kindes unter zehn Jahren ist um rund 30 Prozent kleiner ist als das eines Erwachsenen.

Bereits vor 20 Jahren wurde diese bewährte Form der Präventionsarbeit in Münster bereits an einigen Fahrbahnquerungen umgesetzt. Nachdem die Tafeln im Laufe der Jahre gänzlich besprüht und überklebt worden waren, lassen die Verkehrswacht Münster zusammen mit der Ordnungspartnerschaft dieses Projekt in neuer Form und größerem Umfang  wieder aufleben.

Die Tafeln sollen an den Ampelmasten, unterhalb der Signalgeber für die Fußgänger angebracht werden. Es sollen mindestens 50 Fußgängerquerungen  im Umfeld von Grundschulen im Stadtgebiet Münster mit jeweils zwei Tafeln bestückt werden.

Standortvorschläge gerne an:  info@verkehrswacht-ms.de

Fotos: VW Münster

Verkehrswacht Münster:  Sicherer Umgang mit Lastenfahrrädern

Die Anforderungen an die Beförderung von Kindern und Gütern auf Lastenfahrrädern sind derzeit nur sehr begrenzt geregelt.

Damit ein möglichst sicherer Umgang mit Lastenrädern gewährleistet werden kann, sind einige wichtige Aspekte zu beachten.

In speziellen Kursen für (Pedelec- ) Lastenfahrräder werden Tipps und rechtliche Hinweise gegeben, die auf die besonderen Eigenheiten dieser Räder abgestimmt sind.

Es wird auf das Gewicht und die Gewichtsverteilung bei Beladung oder bei Beförderung von Kindern und deren Einfluss auf das Fahrverhalten in unterschiedlichen Situationen eingegangen.

In einem Praxisteil werden u.a. Kurvenfahrten sowie Not- und Zielbremsungen erläutert und in sicherer Umgebung praxisnah trainiert um sowohl das Lastenfahrrad als auch das eigene Können besser kennenzulernen.

Termine in Kleingruppen können zeitnah direkt mit der Verkehrswacht Münster, T. 02501-2685354 oder info@verkehrswacht-ms.de, vereinbart werden.

VW-Moderator Christoph Becker (3.v.r.) mit Teilnehmern des Lastenfahrrad-Trainings.

Fotos: VW Münster

Sicher mit dem Fahrrad unterwegs

– auch auf den Velorouten in und um Münster

Polizei Münster Immer mehr Menschen steigen aufs Fahrrad um. Dank der Möglichkeit der elektrischen Unterstützung bei Pedelecs sind die Fahrräder eine geschätzte Alternative zum Auto geworden. Eine gut ausgebaute Anbindung und Integration in das bestehende Streckennetz findet man bei den immer beliebter werdenden Velorouten. Hier treffen Freizeitradler, Pendler, Unternehmen und „Lieferdienste“ aufeinander.

Damit das Miteinander gut funktioniert und alle sicher ankommen, hier ein paar Tipps:

  • Bitte das Fahrrad bei einem Transport richtig sichern. Das Gepäck auf dem Fahrrad gut verstauen
  • Wenn Kinder auf dem Rad mitgenommen werden, unbedingt mit Gurt und richtiger Vorrichtung sichern. Das Kind sollte auf jeden Fall einen Helm tragen
  • In Gruppen den Abstand zu Mitfahrenden einhalten, um bei Ausweich-oder Bremsmanövern rechtzeitig reagieren zu können
  • Das Fahrrad sollte in einem technisch einwandfreien Zustand sein. Sie können viel für die passive Sicherheit tun, wie Fahrradhelm und reflektierende Kleidung tragen
  • Bei der Fahrt aufmerksam bleiben und nicht ablenken lassen. Trotz gut ausgebauter Strecken, kann immer eine Gefahrensituation eintreten
  • An die Promillegrenze auf dem Rad denken und keine Risiken eingehen
  • Bei Ausflugstouren mit Kindern vorher die Länge der Route checken und gegebenenfalls Proviant mitnehmen und Pausen einplanen

Und egal ob sie als „Freizeitradler“ oder Arbeitsradler“ unterwegs sind, bitte aufeinander Rücksicht nehmen und aufeinander aufpassen!

Informationen zum Thema Velorouten finden Sie auf der Internetseite der Stadt Münster:

https://www.stadt-muenster.de/verkehrsplanung/mit-dem-rad/velorouten

https://www.veloregion.de/

Foto: Polizei Münster

In zwei Stunden 22 Verstöße auf der Schillerstraße und dem Lütkenbecker Weg“ – Aktionswoche der Polizei zum Thema Fahrradstraße

Kontrollen und Aufklärung

Polizei Münster Im Rahmen einer Aktionswoche zum Thema Fahrradstraße kontrollierten Polizisten am Donnerstagmorgen (17.6., 7:30 bis 9:30 Uhr) passend zum Berufsverkehr auf der Schillerstraße und dem Lütkenbecker Weg die Einhaltung der Verkehrsregeln.

Innerhalb der zwei Stunden stellten die Beamten 16 Überholverstöße seitens Autofahrern gegenüber Fahrradfahrern und vier Geschwindigkeitsverstöße von Kraftfahrzeugführern fest. Zwei Radfahrer benutzten das Telefon während der Fahrt.

Jeder zweite Vorbeiradelnde bedankte sich während der Kontrolle bei den Polizisten für den Einsatz auf der Fahrradstraße.

Im Rahmen der Aktionswoche hatten Interessierte die Möglichkeit per E-Mail und Hotline Fragen zum Thema Fahrradstraße zu stellen. Zudem waren die Verkehrssicherheitsberater persönlich vor Ort und haben zum Thema informiert.

„Wir haben digital, telefonisch und persönlich eine überwältigende Anzahl von Fragen erhalten. Es sind viele konstruktive Diskussionen entstanden, was uns zeigt, dass dieses Thema die Münsteraner bewegt und ein aufklärender Schwerpunkt zum Thema Fahrradstraßen genau richtig ist.“, resümierte Marc Belusa, Leiter der Verkehrsunfallprävention/Opferschutz.

Klaus Laackman, Leiter des Verkehrsdienstes, ist überzeugt: „Die Kontrolle zeigt, dass viele die Regeln auf den Fahrradstraßen noch nicht kennen. Mit der Ahndung von Verstößen gegen diese können wir in der Situation sensibilisieren.“

Marc Belusa und Klaus Laackman sind sich einig, dass ein Schwerpunkt auf Fahrradstraßen sowohl präventiv als auch im Rahmen von Kontrollen sinnvoll und auch in Zukunft notwendig ist.

Foto: Polizei Münster

Aktionswoche „Fahr-Rad-Straße“

Vom 14.-18. Juni 2021 rückt die Polizei Münster die Fahrradstraßen in den Fokus, informiert über Ge- und Verbote auf diesen Straßen und bietet an drei Tagen eine telefonische Sprechstunde zum Thema an.

Die Vorteile einer Fahrradstraße liegen in Münster, einer der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands, auf der Hand. Viele nutzen die „Leeze“, um möglichst einfach und schnell ans Ziel zu kommen. Dabei bietet die Fahrradstraße nicht nur einen besonderen Schutz für Radfahrerinnen und Radfahrer. Sie bündelt außerdem Verkehrswege und soll zur Senkung von Unfällen beitragen. Daher ist es für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer wichtig, sich genau darüber zu informieren, welche Rechte und Pflichten sich hinter dem Verkehrszeichen „Fahrradstraße“ (oben im Bild sichtbar: weißes Rad auf blauem Grund mit entsprechendem Schriftzug darunter) verbergen.

Was ist erlaubt?

Das Verkehrsschild „Fahrradstraße“ erlaubt neben Fahrrädern auch Elektrokleinstfahrzeugen die Benutzung. Somit dürfen sich dort auch E-Scooter und Pedelecs (Unterstützung bis maximal 25 km/h) aufhalten. Anderen Fahrzeugen ist das Befahren der Fahrradstraße nicht gestattet, es sein denn, dies ist mittels Zusatzschild gesondert geregelt. Sollte das der Fall sein, müssen Fahrerinnen und Fahrer von Kraftfahrzeugen (zum Beispiel von Autos oder Motorrädern) bedenken, dass sie lediglich „zu Gast“ sind. Sie dürfen keinen Radfahrenden bedrängen, behindern oder gefährden.

Es ist ausdrücklich gestattet, dass die Fahrräder nebeneinander fahren und dabei die komplette Fahrbahnbreite nutzen! Damit ein Kraftfahrzeug trotzdem rechtskonform überholen kann, muss bei diesem Vorgang ein Seitenabstand von mindestens 1,5 Metern zwischen Kraftfahrzeug und Fahrrad eingehalten werden. Das Verkehrsschild „Fahrradstraße“ beinhaltet rechtlich zudem eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Worauf muss ich achten?

Natürlich gelten auf einer Fahrradstraße im Bereich von Kreuzungen und Einmündungen die bekannten Verkehrsregeln. Die Vorfahrt wird durch entsprechende Zeichen geregelt. Falls diese nicht vorhanden sind, gilt „Rechts vor Links“. Auch Parken ist grundsätzlich erlaubt, dabei ist jedoch ebenfalls die Beschilderung zu beachten.

Die Fahrradstraße entbindet natürlich keine Verkehrsteilnehmerin und keinen Verkehrsteilnehmer von der Rücksichts- und Sorgfaltspflicht. Sie soll die Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer erhöhen. Trotzdem müssen alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer darauf achten, konzentriert zu bleiben und vorausschauend zu fahren. Weiterhin sollten sie stets mit möglichem Fehlverhalten anderer rechnen und insbesondere auf Schwächere achten, zum Beispiel auf Kinder.

Noch Fragen?

Aktionswoche mit telefonischer Sprechstunde: Die Polizei Münster rückt ab dem 14. Juni 2021 die Fahrradstraßen in Münster eine Woche lang in den Fokus und bietet an drei Tagen vom 14.-16. Juni unter der Telefonnummer (0251) 275 -1450 von 10.00- 11.30 Uhr eine Sprechstunde speziell zu diesem Thema an.

Gerne dürfen Sie Ihre Fragen außerdem per E-Mail an das folgende Postfach senden:

E-Mail: VSB.Muenster@polizei.nrw.de

Foto: Polizei Münster

Leistungsfähige Fahrerassistenzsysteme im Lkw können Menschenleben retten.

Die Sachverständigenorganisation DEKRA fordert Hersteller, Politik, Spediteure und Fahrer auf, das Sicherheitspotenzial von Systemen wie Spurhalteassistent, Notbremsassistent oder Abbiegeassistent voll auszuschöpfen. „Die Entwicklung der Unfallzahlen geht zurzeit in die richtige Richtung, aber wir dürfen in unseren Anstrengungen für die Verkehrssicherheit nicht nachlassen.“, macht DEKRA Niederlassungsleiter Ludger Bolke deutlich.

„Die Unfälle, bei denen ein abbiegender Lkw-Fahrer Rad Fahrende oder zu Fuß Gehende im toten Winkel nicht sehen kann und deshalb erfasst, sind zwar nicht täglich, wir sprechen hier von rund 30 Getöteten pro Jahr in Deutschland. Allerdings haben diese Unfälle eben fast immer besonders schlimme Folgen!“, erklärt Ludger Bolke.

Der Abbiegeassistent kann dazu beitragen, die Anzahl der Unfälle zu reduzieren und so für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen.

Die Abbiegeassistenten überwachen den toten Winkel neben dem Lkw, den der oder die Fahrende weder direkt noch über Spiegel einsehen kann, mit Radarsensoren bzw. Kameras und warnen, wenn sich dort jemand aufhält.

Trotz seines Sicherheitspotenzials kann der Abbiegeassistent das Problem der Abbiegeunfälle aber nicht alleine lösen. Schon im Jahr 2004, als elektronische Assistenzsysteme noch Zukunftsmusik waren, haben DEKRA Experten in einem Forschungsbericht für die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) Verbesserungsmöglichkeiten zur Vermeidung von Abbiegeunfällen aufgezeigt. Genannt waren unter anderem akustische Warnsignalgeber am Lkw oder eine vollständige Phasentrennung des Ampel-Grünlichts zwischen Kraftfahrzeugen und Rad Fahrenden bzw. ein Phasenverzug.

„Ein weiteres wichtiges Thema, das wir seit langem fordern, sind mitblinkende Seitenmarkierungsleuchten. Sie helfen den Rad Fahrenden oder zu Fuß Gehenden, die sich neben dem Lkw befinden, zu erkennen, dass dieser abbiegen will.“ Seit Oktober 2015 sind zusätzliche seitliche Fahrtrichtungsanzeiger bei Lkw und Bussen über 9 Meter Länge sowie bei schweren Anhängern für neue Fahrzeugtypen vorgeschrieben. Alternativ gilt die Vorschrift als erfüllt, wenn die Seitenmarkierungsleuchten mitblinken. DEKRA plädiert dafür, auch die Nachrüstung dieser Sicherheitsfunktion im Fahrzeugbestand zu forcieren.

Handlungsbedarf für den Gesetzgeber

Auch für den Gesetzgeber sieht Ludger Bolke Handlungsbedarf. Die Regelung in § 5, Absatz 8 der Straßenverkehrsordnung ist aus seiner Sicht problematisch. „Sie erlaubt Rad und Mofa Fahrenden, an Lkw, die zum Beispiel an der Ampel warten, rechts vorbei zu fahren, wenn ausreichend Platz vorhanden ist. Das Problem ist aber: Dieser Platz entsteht überhaupt nur dann, wenn der Lkw sich etwas weiter links einordnet, um nach rechts abbiegen zu können“, erläutert Bolke. „Das heißt, dass ungeschützte Verkehrsteilnehmende durch diese Regelung buchstäblich in eine Falle gelockt werden. Wir fordern seit Jahren, dass dieser Absatz 8 im Interesse der Sicherheit der Rad Fahrenden gestrichen wird.“

Wichtig ist aus Sicht von DEKRA schließlich auch die Aufklärung von Rad Fahrenden und zu Fuß Gehenden über die Gefahren des toten Winkels. Das könne zum einen beispielsweise durch auffällige Aufkleber am Heck des Lkw geschehen oder durch zielgerichtete Aktionen z.B. mit Schülerinnen und Schülern.

Wie genau ein Abbiegeassistent funktioniert und welche Herausforderungen sich für dieLKW Fahrenden ergeben, konnten Vertreter der Ordnungspartnerschaft Münster auf dem Betriebsgelände der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) erleben.

Die AWM setzen auf Sicherheit und rüsten den Fuhrpark konsequent mit Abbiegeassistenten aus. Es werden Nachrüstsysteme verbaut oder auf die Herstellersysteme zurückgegriffen.

Vertreter der Polizei, der WN und der DEKRA Automobil GmbH haben im Rahmen eines Erfahrungsaustausches hautnah erlebt, was bei einem Abbiegevorgang mit einem LKW alles zu beachten bzw. zu sehen ist.

Am Steuer eines LKW´s konnten sie selbst erleben, wie die Sichtverhältnisse aus dem LKW-Cockpit selbst bei optimal eingestellten Spiegeln sind.

„Unser Anliegen ist seit mehr als 90 Jahren, dass der Straßenverkehr immer sicherer wird“, so DEKRA Niederlassungsleiter Bolke. „Gerade Assistenzsysteme im Lkw bieten hier aus unserer Sicht ein großes Potenzial. Entscheidend ist aber, dass alle Beteiligten mit Nachdruck darauf hinarbeiten, dass dieses Potenzial auch genutzt wird – im Interesse der Sicherheit auf unseren Straßen.“

 

Verkehrswacht Münster:  Wichtigkeit eines Fahrradhelmes wird unterstrichen

Die Verkehrswacht Münster hat in Münsters Grundschulen unter besonderen Bedingungen mit den Radfahrtrainings gestartet. Es wurden einige Vorkehrungen getroffen, damit die Grundschüler*innen trotz aller Umstände auf das Radfahren vorbereitet werden und an dem Training teilnehmen können. Auch für die Verkehrswacht Münster e.V. spielen die AHA-Regeln eine wichtige Rolle, um dabei zu helfen, die Pandemie-Situation in den Griff zu bekommen.

Die Wichtigkeit des Tragens eines Fahrradhelmes steht für uns als Verkehrswacht Münster e.V. außer Frage. Sie ist für die Teilnahme am Radfahrtraining verpflichtend.

Anbei haben wir daher eine Anleitung erstellt, wie die Grundschüler*innen einen Fahrradhelm richtig tragen.   https://verkehrswacht-muenster.de/aktuelles/

Foto: Verkehrswacht Münster

Sicher mit dem Pedelec in den Frühling starten

Der Frühling nimmt langsam Fahrt auf und bietet so ideale Bedingungen für schöne Radtouren durchs Münsterland. Virenfrei und mit Abstand sind die kleinen Entdeckungsreisen quer durch unsere radfreundliche Region bei sportlichen Frischluftfans und Familien beliebt und begehrt. Immer mehr Leezen-Ausflügler steigen inzwischen um auf Pedelecs und nutzen die Unterstützung aus dem Akku, um auch größere Routen bequem meistern zu können. Vor der ersten Ausfahrt nach der Winterpause rät die münstersche Ordnungspartnerschaft Verkehrsunfallprävention zum gründlichen Check des Pedelecs. Der „kleine TÜV daheim“ ist in der Regel schnell gemacht und erhöht die Freude am Fahren.

Reflektoren, angebracht entweder am Mantel des Reifens oder an den Speichen, erhöhen den Erkennungswert bei Dunkelheit, das Licht sollte funktionieren, Reifen dürfen nicht porös sein und müssen den richtigen Druck haben. Auch die Kette sollte geölt und gespannt sein. Das System und die Software des Elektrorades müssen auf ihre einwandfreien Funktionen hin überprüft werden, zur Not hilft ein Update der Technik beim Händler des Vertrauens. Auch wenn kleine Reparaturen selbst erledigt werden können, sollte man bei größeren Problemen beispielsweise an der Bremsanlage lieber eine Fachwerkstatt aufsuchen, rät die Ordnungspartnerschaft.

Der Akku sollte vor dem Start in den Frühling möglichst bei Raumtemperatur geladen werden. Nimmt die Leistung nach der Winterruhe schon bei den ersten Ausfahrten deutlich ab, sollte auch hier ein Experte die Leistung checken. Um wieder das richtige und sichere Fahrgefühl bekommen zu können, empfehlen die Unfallexperten kleinere Übungen. Kurvenfahrten und eine Tour durch einen selbst aufgebauten Slalom-Parcours helfen, wieder das nötige Vertrauen und die Sicherheit in die eigene Leeze auch in Gefahrensituationen zu bekommen. In der Praxis kommt es immer wieder zu Situationen, in denen man plötzlich anhalten oder ausweichen muss. Mit etwas Training ist der Fahrer in solch brenzligen Situationen einfach besser gewappnet.  Mit Kreide und kleinen Hindernissen wie Handschuhen oder Hütchen lässt sich so ein Parcours leicht aufbauen. Geübt werden sollte unbedingt auch die Notbremsung, da mit dem Pedelec sehr schnell hohe Geschwindigkeiten erreicht werden können. Ratschlag der Experten: sich langsam wieder an Tempo und Bremskraft herantasten. Bei den ersten Fahrten sollte man „mit gebremstem Schaum“ radeln und eine geringere Unterstützungsstufe wählen. Man wird dann nicht ungewollt zu schnell und das minimiert auch die Gefahr von Stürzen oder gar Unfällen.

Rücksicht auf Radler, die langsamer unterwegs sind, sollte ebenso selbstverständlich sein wie die Aufmerksamkeit gegenüber Fußgängern. Wenn man mit dem schnelleren Rad gefahrlos überholen kann, kann man das mit einem kurzen Klingelzeichen ankündigen. Besonders bei der Begegnung mit Kindern und älteren Radlern ist Vorsicht geboten, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Wichtig ist schließlich auch der Helm, nur so lassen sich bei Unfällen schwere Kopfverletzungen vermeiden.

Die Ordnungspartnerschaft: „Wenn alle Rücksicht nehmen, steht einer unbeschwerten und angenehmen Tour mit dem Pedelec nichts mehr im Wege!“

Foto: Stadt Münster/Peter Leßmann

Die Verkehrswacht Münster e. V. informiert:

Starker Anstieg bei den Pedelec-Unfällen!

Am 10. März wurde durch Polizeipräsident Falk Schnabel die Verkehrsunfallstatistik  für Münster vorgestellt und die Entwicklungen im sicherlich auch aus statistischer Sicht außergewöhnlichen Jahr 2020 erläutert.

Zur Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik soll ein Schwerpunkt auf das Thema Pedelec im Münsteraner Radverkehr gelegt werden. Dazu zählt auch ein Jahres-Projekt der Ordnungspartnerschaft „Sicher durch Münster“ zu diesem Thema. Teil der Ordnungspartnerschaft ist die Verkehrswacht Münster, die in diesem Zusammenhang ihren Pedelec-Simulator präsentierte, der im Training für den sicheren Umgang mit dem modernen Verkehrsmittel eingesetzt wird.

Hier finden Sie die vollständige Unfallstatistik 2020 für die Stadt Münster:

https://muenster.polizei.nrw/sites/default/files/2021-03/VU_Statistik_2020.pdf

v. l. n. r.: Polizeipräsident Falk Schnabel; Christoph Becker (Verkehrswacht Münster)

Der Corona-Pandemie geschuldet, werden zu Beginn der Pedelec-Saison erstmalig in Nordrhein-Westfalen Vorträge und Kurse der Verkehrswacht Münster online angeboten:

Pedelec-Kurse (Web-Seminare)

Montag,                              12. April 2021    10.00 Uhr

Dienstag,                            13. April 2021    15.00 Uhr

Diese Kurse finden online statt. Max. Teilnehmerzahl: 12

 

Vorträge „sicherMobil“ mit Pedelec und Fahrrad (Web-Vorträge)

Montag,                              22. März 2021   10.00 Uhr

Dienstag,                            23. März 2021   15.00 Uhr

Mittwoch,                           24. März 2021   14.30 Uhr (Bennohaus Münster)

Diese Vorträge finden online statt. Max. Teilnehmerzahl: 12

Pedelec-Kurse (Präsenz-Veranstaltungen)

Montag,                              26. April 2021    9.30 Uhr              (Kurs 1)

Donnerstag,                       29. April 2021    14.30 Uhr            (Kurs 1)

Montag,                              3.Mai 2021          14.30 Uhr            (Kurs 2)

Die Kurse 1 finden in der Jugendverkehrsschule am Heumannsweg 129 statt. Der Kurs 2 startet und endet am Schlossplatz.

Weitere Informationen zu den Kursen und Vorträgen unter:

https://verkehrswacht-muenster.de/kursangebote/pedelec-kurse/

https://verkehrswacht-muenster.de/aktivitaeten/verkehrsaufklaerung/

Alle Kurse und Vorträge sind kostenfrei!

Anmeldungen per Mail an info@verkehrswacht-ms.de

Der ADFC Kreisverband Münsterland e. V. informiert:

Der ADFC besucht Polizeipräsident Falk Schnabel – Gemeinsamer Einsatz für sicheren Radverkehr in Münster

In einem Thema herrschte Einigkeit beim ersten Treffen des ersten Vorsitzenden des ADFC Kreisverband Münsterland e. V., Manfred Döpper, mit Polizeipräsident Falk Schnabel und seinem Team der Verkehrsunfallbekämpfung im Polizeipräsidium: Gemeinsam will man daran arbeiten, Münsters Radverkehr sicherer zu machen. Polizei und ADFC engagieren sich bereits seit Jahren zusammen in der Ordnungspartnerschaft „Sicher durch Münster“ mit vielen weiteren Verantwortungsträgern für die Sicherheit des Straßenverkehrs. Manfred Döpper und Polizeipräsident Falk Schnabel, beide frisch seit 2020 im Amt, freuten sich umso mehr über das persönliche Kennenlernen und fassten gleich einen Entschluss: Eine gemeinsame Radtour durch Münster, um sich einen persönlichen Eindruck von Gefahrenstellen und Brennpunkten des Radverkehrs zu verschaffen.

v.l.n.r.: Elmar Post, Hans-Günter Ockenfels, Katrin Goldschmidt, Falk Schnabel, Thorsten Knölke, Manfred Döpper (Vorstand ADFC), Andre Niewöhner

Die Verkehrswacht Münster e.V. informiert:

Die Gefahr des „Toten Winkels“

Präventionsprojekte auch in der Corona Zeit wichtiger denn je!

Abbiegeunfälle sind in der Fahrradstadt Münster nach wie vor eine Hauptunfallursache.

Allein in den vergangenen drei Jahren ereigneten sich 38 „Toter Winkel“ – Unfälle bei denen fast jedes Mal Radfahrer oder Fußgänger teilweise schwer verletzt wurden.

Mit einer neuen Charge von Aufklebern sollen Halter von LKW akquiriert werden, ihre Fahrzeuge mit der DIN A 4 großen Hinweistafel auszustatten. Aber auch bereits vorhandene und verblasste Aufkleber können erneuert werden.

„Die Verkehrswacht möchte die Zeit nutzen, in der die Radfahrtrainings in den Grundschulen der Corona Pandemie zum Opfer fallen und die Jugendverkehrsschule geschlossen ist, Kombis und LKWs auf Münsters Straßen mit den neuen Aufklebern zu bestücken“, so der Geschäftsführer Christoph Becker.

Die ersten Aufkleber für die gesamte Fahrzeugflotte des DHL-Paketdienstes in Münster wurden in diesen Tagen an der Zustellbasis Münster-Nord durch deren Fuhrparkleiter Rolf Scheunemann und den Geschäftsführer der Verkehrswacht Münster, Christoph Becker angebracht.

„Mit der Aktion möchten wir vor allem die schwächeren Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer schützen und auf das eingeschränkte Sichtfeld der Bus- und LKW-Fahrer hinweisen“, erläutert Christoph Becker die Wichtigkeit dieses Projektes.

Die Aufkleber wurden gemeinsam von der Ordnungspartnerschaft „Sicher durch Münster“ und der Verkehrswacht Münster beschafft.

Interessierten Speditionen und Logistikunternehmen können Aufkleber hier anfordern:

info@verkehrswacht-ms.de oder hamberger-rossol@stadt-muenster.de

Die ersten Aufkleber für die gesamte Fahrzeugflotte des DHL-Paketdienstes in Münster wurden in diesen Tagen an der Zustellbasis Münster-Nord durch deren Fuhrparkleiter Rolf Scheunemann und den Geschäftsführer der Verkehrswacht Münster, Christoph Becker angebracht. Foto: Verkehrswacht Münster